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BeitragVerfasst: Di 17. Jan 2006, 17:08
von Hanseat
Nach einem Monat: Poss-Bilanz in Mannheim durchwachsen

Gut einen Monat nach seinem Amtsantritt bei den Mannheimer Adlern fällt für Ex-Bundestrainer Greg Poss die erste Zwischenbilanz durchwachsen aus. Sechs Siegen stehen sechs Niederlagen gegenüber, am Sonntag rutschte der DEL-Rekordmeister wieder aus den Playoff-Rängen heraus - trotz eines 3:2-Sieges nach Penaltyschießen gegen die Hamburg Freezers. "Einsatz und Kampfgeist stimmen absolut", meinte Manager Marcus Kuhl. Er bewertet damit auch die Arbeit des neuen Trainers positiv, der am 14. Dezember überraschend den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) verlassen und bei den Adlern für den entlassenen Stephane Richer angeheuert hatte. "Was sich bemerkbar macht, ist ein Qualitätsverlust", erläuterte Kuhl und verwies auf die verletzten Führungsspieler Devin Edgerton und Rene Corbet sowie den noch unter Richer suspendierten und inzwischen nach Frankfurt abgewanderten Steve Kelly.

Trotz der guten Noten von Kuhl kann Poss unter dem Strich noch nicht das gewünschte Resultat vorweisen. Den angepeilten achten Rang belegen vorerst die Hannover Scorpions, die durch einen 2: 1-Sieg beim Aufsteiger EV Duisburg vorbeizogen und zwei Spiele weniger absolviert haben als die Mannheimer. Am Dienstag könnten die Adler mit einem Heimsieg gegen die Kölner Haie aber wieder auf Rang acht vorrücken. "Wir müssen versuchen, bis zur Olympia-Pause an den Playoff-Rängen dran zu bleiben", formulierte Poss die Zielsetzung denn auch betont vorsichtig. Während die Nationalmannschaft unter seinem Nachfolger Uwe Krupp in Turin um olympische Ehren spielt, will der Adler-Coach sein Team dann in einem Mini-Trainingslager mit geplanten Spielen in der Schweiz auf den Saison-Schlussspurt einstimmen. "Dann müssen wir von den letzten fünf Spielen auch mal vier gewinnen", forderte der US-Amerikaner. Sollte für den Rekordmeister die Saison bereits nach der Vorrunde enden, wäre das nicht nur für Poss ein schwerer Schlag. "Wenn wir die Playoffs verpassen, trifft es uns hart", sagte Gesellschafter Daniel Hopp: "Das wäre nicht nur ein Imageschaden, sondern auch ein beträchtlicher finanzieller Verlust." Mindestens zwei Playoff-Heimspiele mit einer geschätzten Brutto-Einnahme von einer halben Million Euro würden dem fünfmaligen deutschen Meister dann fehlen.

Poss' Ex-Klub Nürnberg Ice Tigers kann derweil bereits für die Playoffs planen. Mit dem 2:0 gegen Spitzenreiter ERC Ingolstadt verbuchten die Franken den vierten Sieg hintereinander und kletterten auf den fünften Rang. Das Polster auf den Neunten Mannheim beträgt bereits 13 Punkte. "Im Moment sind wir sehr gut drauf, da kann kommen, wer will", sagte Stürmer Aleksander Polaczek und drückte damit das enorme Selbstbewusstsein der Mannschaft aus. Poss-Nachfolger Benoit Laporte erntet nach schwierigem Beginn die Früchte seiner Arbeit. Die Fans, die ihm zunächst sehr kritisch gegenüberstanden, haben sich mittlerweile in Internetforen beim Kanadier entschuldigt und würdigen seine Leistung. Auch Klub-Chef Herbert Frey lobte: "Ich schätze ihn sehr, er macht sehr gute Arbeit." Eine Vertragsverlängerung bis 2007 scheint nur noch Formsache. (TL)



www.Hockeyweb.de

BeitragVerfasst: Fr 13. Apr 2007, 07:39
von Poldi
Eishockey
So dankbar, dass es weh tut


Bei Greg Poss, dem Deutsch-Amerikaner, erinnert so manches an Jürgen Klinsmann, den Amerika-Deutschen. Doch der Trainer der Adler Mannheim wohnt in Deutschland - und will im DEL-Finale gegen die Nürnberg Ice Tigers sein Projekt mit dem Meistertitel vollenden.

Es kann keiner behaupten, Greg Poss (41) sei ein undankbarer Mensch. Im Gegenteil. Er ist permanent dankbar, und das sagt er auch so. Dass er sein Hobby zum Beruf habe machen können, zum Beispiel, dafür sei er dankbar. Sein Hobby ist Eishockey und sein Beruf somit auch. Poss ist Trainer und als solcher steht er ab Donnerstag gegen die Ice Tigers Nürnberg zum ersten Mal im Play-off-Finale um die Deutsche Meisterschaft. Andere würden schon mal dezent einfließen lassen, wie groß ihr Anteil am Erfolg letztlich doch ist und wie sie das nun wieder hingekriegt haben. Poss ist da anders. Er sagt nur, dass er dankbar sei. Und dreimal dürfen wir raten, mit welchem Wort er als Meister grüßen würde. Dankbarkeit ist sein Ausdruck von Bescheidenheit. So scheint es.

Sein Verein: die Adler Mannheim. Krösus der Liga, die Macht, das Geld, die Überlegenheit auf Kufen. Sponsor ist Dietmar Hopp mit seinem Unternehmen SAP, der harte Sport bringt die Softwarefirma deutlich schneller ans Ziel als das Fußballkonstrukt TSG Hoffenheim.
Apropos: Adler Mannheim wird auch das Bayern München des Eishockeys genannt, weshalb sich durchaus schlussfolgern ließe: Poss in seiner meist besonnenen Art ist der Ottmar Hitzfeld der Eisbranche, aber dieser Vergleich schmilzt dahin, kaum dass er im Raume steht. „Nix da, ich versuche doch nicht zu sein wie ein anderer.“ Hitzfeld ist Hitzfeld, Poss ist Poss, der eine ist in München, der andere in Mannheim der Boss. Beide haben vergleichsweise erstklassige Arbeitsbedingungen, wofür sie doch nur dankbar sein können, was sonst. „Es ist ein Genuss, hier zu arbeiten.“ Sonstige Vergleiche und Nachsagungen hakt er unter der Rubrik „Neid“ ab, und Neider interessieren ihn nicht.

Heiße Kartoffel im Mund
Greg Poss ist Amerikaner, und das ist auch zu hören. Er ist zwar schon zwölf Jahre in Deutschland, doch spricht er immer noch so, als hätte er eine heiße Kartoffel im Mund oder zumindest einen riesengroßen Kaugummi. „Jaja, mein Akzent, hab schon alles versucht, war sogar beim Logopäden, krieg ich nicht weg.“

Dabei hat er doch eine deutsche Frau und mit ihr zwei deutsche Töchter, Emelie und Josephine, fünf und acht Jahre alt, aber mit denen spricht er halt auch nur Englisch, wo soll er’s dann lernen, das akzentfreie Deutsch? Bei der Arbeit sicher nicht, auch auf seiner Planstelle wird vorwiegend Englisch gesprochen. Dabei wäre es wohl sinnvoller, seine Spieler wie seine Kinder zweisprachig zu erziehen, aber eben auch mühsamer, doppelt gemoppelt hält vielleicht besser, hält aber auch auf.
Also müht sich der Trainer, die Profis international üblich auf Englisch zu erreichen, was auch aus anderen Gründen nicht immer so einfach ist. Die Spieler sind heute nicht so, wie Poss als Profi (229 Spiele) war, damals haben die Profis dem Trainer von den Lippen gelesen, heute ist das umgekehrt, der Trainer muss sehen, dass er es den Spielern recht macht. „Das ist schon komisch: Du musst jeden anders behandeln und trotzdem alle gleich“, sagt Poss. Und so hat sich auch sein Job gewandelt: „Heute ist 50 Prozent Eistraining und 50 Prozent besteht aus dem speziellen Umgang mit Menschen.“

Er versteht sich auf beides. Seine Art ist beliebt, ein Training erfolgreich. Die Kunst ist, den Spielern Nähe zu geben und gleichzeitig auf Distanz zu bleiben. „Ich würde nie mit ihnen um die Häuser ziehen. Aber sie sollen wissen, dass ich alles für sie tun würde.“
In Deutschland ist das Glas meistens halbleer
Poss sagt, er sei dankbar, in Deutschland zu leben, was sonst. Er mag die Deutschen wegen ihres Familiensinnes, wegen ihrer Einstellung zum Beruf, nicht so sehr zum Leben. „Stur“ sind die Deutschen. Nicht wirklich optimistisch. „Das Glas ist hier meistens halbleer statt halbvoll.“ Das ist schade, aber bisweilen auch ganz praktisch. „Dann sind sie auch nicht so schnell enttäuscht, wenn etwas schiefgeht.“ Er lernt daraus, nimmt an, akzeptiert, toleriert. Wie die Amerikaner so sind: „Etwas oberflächlich, aber immer positiv.“ Das sagt Poss selbst. Und dass das Leben zu kurz sei, für negative Gedanken. Und dass ihn niemand missverstehen dürfe: Er liebt Deutschland. Und hier leben zu dürfen, dafür sei er, naja, das hatten wir schon.

Es erinnert so manches bei Greg Poss, dem Deutsch-Amerikaner, an Jürgen Klinsmann, den Amerika-Deutschen. Die Kurzfristigkeit, die Forderung nach absoluter Fitness, sein Händchen für Talente, die unbedingte Fixierung auf ein Ziel, und „der Erfolg der Adler-Organisation“ klingt auch wie „das Projekt Weltmeisterschaft“ des Kollegen Klinsmann. Und Poss war schließlich auch schon Bundestrainer, ein gutes Jahr mit schlechten Ergebnissen, 18 Niederlagen in 26 Spielen, WM-Abstieg, er selbst spricht von einer „unerfolgreichen Zeit“ und ausnahmsweise mal nicht von Dankbarkeit.
Doch alles wird gut. So gut war es noch nie. Erster in der Vorrunde, Pokalsieger, jetzt will er das Triple. Das hatte in Deutschland noch keiner. Er spricht nicht von Visionen. Das Ziel ist immer der nächste Tag, das nächste Spiel. Und wenn am Ende die Meisterschaft steht, dann ist Greg Poss so was von dankbar, dass es fast weh tut.

welt.de

BeitragVerfasst: Di 17. Apr 2007, 21:31
von Karsten
durch den Sweep in der Finalserie hat Greg nun auch seinen ersten deutschen Meistertitel! HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

zudem ist er der erste Trainer, der es geschafft hat, das Double (Pokal und Meistertitel in einer Saison) zu holen :P :P

BeitragVerfasst: Sa 22. Dez 2007, 10:27
von Hanseat
Greg Poss kein Adler-Trainer mehr
Mannheim, 22.Dezember 2007

Nach der 4:7-Niederlage am Freitag gegen die Grizzly Adams aus Wolfsburg zogen die Adler Konsequenzen und trennten sich eine gute Stunde nach dem Spiel von Headcoach Greg Poss.

Das Samstagstraining wird Associated-Coach Teal Fowler leiten. Sobald ein Nachfolger für Greg Poss gefunden ist werden die Adler diesen vorstellen.

Greg Poss übernahm vor fast genau 2 Jahren (14.Dezember 2005) von Stephané Richer den Job an der Adler-Bande. Zwar verpasste Poss noch in der selben Saison den Einzug ins Meisterschafts Play-off der DEL, in der Saison 2006/07 holte er aber zusammen mit seinem Trainer-Partner Teal Fowler das "Double" (Pokalsieg und Meisterschaft) im deutschen Eishockey.

Erst zum Saisonbeginn verlängerte Poss seinen Vertrag bei den Adlern bis 2010.


http://www.hockeyweb.de

BeitragVerfasst: Sa 22. Dez 2007, 12:10
von Karsten
krass, besonders nachdem er gerade erst bist 2010 verlängert hatte :shock:

BeitragVerfasst: Mi 21. Okt 2009, 11:52
von Poldi
Wird Ex-Nationaltrainer Poss Sportdirektor?
VON EIKE RADSZUHN

Die Suche nach einem neuen Führungsduo bei den Hamburg Freezers dauert an. Zuerst, so die Information von Übergangs-Chef Moritz Hillebrand, soll bei dem Klub aus der Hansestadt so schnell wie möglich ein Geschäftsführer installiert werden. Erst danach soll Kontakt mit möglichen Kandidaten für die Position des Sportchefs aufgenommen werden.

Allerdings haben die Freezers für diesen Posten schon ein ganz heißes Eisen im Feuer. Nach Informationen der MOPO ist Greg Poss (44) ein aussichtsreicher Kandidat für den Job als Sportchef! Der ehemalige deutsche Nationaltrainer(2004 - 2005) soll bereits Kontakt zu den Freezers aufgenommen haben.

Der in den USA geborene Poss passt ins Profil: Er kennt die Deutsche Eishockey-Liga (DEL), war acht Jahre als Trainer in Iserlohn, Nürnberg und Mannheim aktiv - mit großem Erfolg: Mit Nürnberg erreichte er 2004 das Finale um die Deutsche Meisterschaft, mit Mannheim holte er 2007 den Titel.

Brisant: Schon nach dem Rauswurf von Trainer Bill Stewart im Dezember 2008 hatte Poss ein Angebot von den Freezers, damals als Trainer. Möglich, dass er bald nicht hinter der Bande, sondern als Sportchef in der Hansestadt die Fäden zieht.

(MOPO vom 21.10.2009 / SEITE 37)

BeitragVerfasst: Di 10. Nov 2009, 20:16
von Karsten
DEL: Freezers sind in der Krise

Poss flirtet mit Hamburg

In einem Gespräch mit der "Eishockey News" hat der ehemalige Bundestrainer Greg Poss Interesse an einem Engagement bei den Hamburg Freezers bekundet. Die Hanseaten spielen bislang eine enttäuschende Saison und belegen mit 15 Punkten aus 17 Partien den letzten Tabellenplatz in der DEL.

Der 44-jährige Poss bestätigte, mit den Freezers bereits "lose Gespräche" geführt zu haben. "Hamburg ist in jedem Fall ein sehr attraktiver Standort mit viel Potenzial und einer hervorragenden Infrastruktur. Dort würde jeder Trainer gerne arbeiten", ist Poss voll des Lobes für den norddeutschen Verein. Das Traineramt bei Hamburg wird derzeit von Paul Gardner bekleidet.

Eine weitere Möglichkeit für Poss bei den Freezers unterzukommen, wäre das seit der Entlassung von Geschäftsführer Boris Capla Ende September unbesetzte Amt des Sportchefs: "Auch das wäre sehr reizvoll. Ich bin offen für alles, schon jetzt oder erst in der Sommerpause", verhehlt der US-Amerikaner sein Interesse nicht.

Poss war von 2004 bis 2005 Coach der deutschen Nationalmannschaft. In der DEL betreute er die Iserlohn Roosters, die Nürnberg Ice Tigers und Adler Mannheim, mit denen er 2007 die deutsche Meisterschaft gewann. Vergangene Woche stand Poss als Co-Trainer der amerikanischen Auswahl beim Deutschland-Cup an der Bande.


http://www.kicker.de/news/eishockey/sta ... mburg.html

BeitragVerfasst: Mi 11. Nov 2009, 10:38
von Poldi
aus der heutigen Bild-Zeitung:

Als Spieler war Poss eine Saison in Timmendorf. Dort lernte er auch seine Frau Maren kennen. „Meine Schwiegereltern leben in Lübeck. Das Wasser, das viele Grün. Der Norden ist für mich der schönste Teil Deutschlands“, schwärmt Poss, der noch immer in Mannheim lebt.

Bild.de



:wall:

BeitragVerfasst: Mi 11. Nov 2009, 12:41
von Karsten
Poldi hat geschrieben:aus der heutigen Bild-Zeitung:


also den Fehler konnten man ja nun sehr schnell finden :wink:

BeitragVerfasst: Mi 18. Nov 2009, 09:11
von Poldi
Eishockey: Freezers-Suche nach Sportchef
Greg Poss: "Hamburg wäre eine große Herausforderung für mich"

18. November 2009, 06:00 Uhr

Der ehemalige Mannheim-Coach Greg Poss hatte bereits Kontakt mit den Freezers. Ein Engagement könnte er sich gut vorstellen.

Hamburg. Im Dezember 2007 wurde der US-Amerikaner Greg Poss als Coach von Adler Mannheim entlassen. Seitdem ist der 44-Jährige, dessen Vertrag in Mannheim bis April 2010 läuft, in der ganzen Welt unterwegs, um sich weiterzubilden. Das Auswärtsspiel seines Exteams morgen (19.30 Uhr, Color-Line-Arena) bei den Hamburg Freezers wird er live bei Sky verfolgen.

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